oder
„Wer mindestens 10 Torschüsse braucht, damit es klingelt, ist selber Schuld!“

Zu Beginn des Turniers waren wir uns sicher, dass wir in Lessenich eine Lehrstunde im AH-Fußball erhalten werden, aber weit gefehlt! In allen Spiele waren wir absolut gleichwertig, wenn nicht sogar besser, wenn … ja wenn, aber dazu mehr in den einzelnen Spielberichten.
Zunächst ist zu erwähnen, dass der Platz des RWL geviertelt wurde und somit ein sehr schmales Spielfeld entstand auf dem mit einem Torhüter und fünf Feldspielern auf große Tore agiert wurde.

Im ersten Spiel standen wir der BSG Linde gegenüber, die durchweg mit ehemaligen Spielern von RWL bestückt war. Zu Beginn entwickelte sich an ansehnliches Spiel von zwei gleichstarken Mannschaften. Im Laufe des Spiels übernahmen wir die Regie, allerdings gelang es uns nicht, das Runde ins Eckige zu bringen, obwohl wir diverse, schon fast unzählige Torchancen hatten.
Es kam, wie es kommen musste. Die laufstarken BSG´ler fuhren einen Konter und es klingelte. 0:1! Kurze Zeit später ertönte auch schon der Schlusspfiff und das Spiel war verloren.

Im zweiten Spiel wollten wir es dann besser machen. Im Duell mit der AH-Vertretung vom SC Rondorf ging es auch gleich gut los. Durch schnelles, gutes und durchdachtes Spiel lagen wir schnell nach rund 3 Minuten 2:0 in Führung. „Der Sieg war unser!“, dachten alle und so spielten wir dann auch. Nur noch Ballverluste, verlorene Dribblings, Torschüsse, die man gar nicht so nennen darf und schlampiges Abwehrverhalten führten dazu, dass wir urplötzlich 2:4 in Rückstand gerieten. Aber ein Spieler des SC V-H gibt nicht auf und wir schossen uns auf 3:4 ran. Leider war die Hoffnung mit dem nächsten Angriff der Rondorfer schon wieder zu Nichte gemacht, denn es klingelte abermals im Gehäuse von Mütze. 3:5 Endstand!
Kleines Schmankerl am Rande und der Betroffene möge es mir verzeihen:
Während eines Zweikampfes bekam Gert den Arm des Gegners ins Gesicht und war für kurze Zeit leicht benommen. Als er glaubte wieder fit zu sein, befand er sich aber anscheinend nicht mehr in seinem Körper, sondern in dem von Lionel Messi. Er versuchte das ein oder andere Dribbling, das aber immer wieder in die Hose ging und sogar in einem Gegentor für uns endete. Als dieses geschah, war der alte Gert wieder da und ließ sich auswechseln.
Sorry Gert, aber es war einfach zu lustig.

Spiel 3 sollte nun endlich den ersten Sieg für uns bringen.
Gegen die alte AH-Mannschaft von BW Oedekoven ging´s auch wieder direkt nach vorne.
Torchance um Torchance vergaben wir. Oft war der Jubelschrei schon auf den Lippen, aber doch mussten wir ihn wieder runterschlucken. Nichtsdestotrotz, wer viel übt, wird auch irgendwann dafür belohnt. So sollte doch noch das 1:0 für uns fallen und das ausnahmsweise mal nicht mit roher Gewalt, sondern mit Feingefühl. 1:0! Sieg für uns? Ja, danach sah es aus, wenn … ja wenn da nicht der letzte Angriff der BWO´s gewesen wäre. Ein einziger Konter reichte BWO aus fast mit Spielabpfiff aus, um den Ausgleich zu erzielen. 1:1 Schluß!

Das vierte Spiel sollte es dann aber richten!
Endlich kam der lang ersehnte Erfolg. Ein ums andere Mal rannten wir auf das Gehäuse des Gegners und ab und an fand die Kugel den richtigen Weg ins Netz.
4:1 hieß es zum Schluß, wobei man allerdings sagen muss, dass es auch ein paar Tore hätten mehr sein können, wenn nicht sogar mehr sein müssen. Aber man soll ja mit dem erreichten zufrieden sein!

Das fünfte und letzte Gruppenspiel ging dann gegen die RWL-Legenden.
Wie der Name schon sagt, waren auch hier wieder ehemalige RWL-Seniorenspieler am Werke, die bis dahin ungeschlagen waren.
Es entwickelte sich ein durchweg ansehnliches, schnelles und attraktives Spiel in dem viele Tore hätten fallen können. Latte, Pfosten, tolle Paraden – alles war dabei, aber leider blieben die Tore vorerst aus. Nach dem gefühlten 101. Torschuss passte es aber dann doch. Wir gingen mit 1:0 in Führung und wollten diese auch bis zum Schluss behalten. Allerdings war unser Gegner nicht ohne Grund bis dahin ungeschlagen. Im fast direkten Gegenzug zeigten sie abermals ihre spielerische Klasse und schossen den Ausgleich. Endstand 1:1.

Damit war für uns die Gruppenphase und das Turnier gelaufen. Da nur die ersten beiden der Gruppe ins Halbfinale einzogen, scheiterten wir also an unserer eklatanten Abschlussschwäche.
Nichtsdestotrotz waren wir uns einig, dass wir hier keine Lehrstunde erhalten haben und sehr gut haben mitspielen können. Es wäre ja sogar mehr drin gewesen, wenn … ja wenn.

Bedanken möchten wir uns ausdrücklich bei Frank Pianka, der es uns ermöglichte teilzunehmen und für die gute Organisation des Turniers.

Eingesetzte Spieler:
Andi M. „Mütze“ – Gert, Andi B., Thomas, Uwe – Stefan F., Frank, Eric – Bessy

geschrieben von Andi Brennecke