Der Tag der Unzufriedenen

Die A-Jugend des SC Volmershoven-Heidgen empfing am Mittwoch, den 06.04.2011, um 18:30 Uhr die A-Jugend der Sportfreunde Ippendorf zum Meisterschaftsspiel. Schiedsrichter der Partie war Hans-Albert Vianden.
Für die „Grünen“ war dieses Spiel die Generalprobe für das vielleicht vorentscheidende Spitzenspiel bei BW Oedekoven am Samstag, den 09.04.2011. Man wollte sich zunächst aber voll auf den Gegner aus Ippendorf konzentrieren, was aber nicht allen einfach fiel. Ziel waren ganz klar die drei Punkte.
Die beiden Trainer Stephan Manthei und Johannes Passmann stellten zunächst die folgende Mannschaft auf:


Andi Beratz Oliver Schäfers


Jan Seemann Marius Kuhn Michi Braun Andi Braun


Ercan Alibajro Timo Schüller Chris Hansen Mario Bongartz


Mohamed Rabih


Auf der Bank saßen Hendrik Brandhoff, Tobi Lange, Nabil Rabih, Arthur Schneider und Markus Schlösser. Es fehlten Sebastian Fassbender (verletzt) und Jonas Müskens (gesperrt).
Zu Beginn des Spiels wurde schon deutlich, dass das kein Selbstläufer werden würde. Die Gäste aus Ippendorf, die geradeso auf elf Spieler kamen, standen tief und überließen den Gastgebern das Spiel, warteten jedoch auf Konter. Diese Taktik schien aufzugehen.
Die „Grünen“ taten sich sehr schwer. Ungewohnt viele Bälle versprangen, sodass kein Spielfluss aufkam.
So kam es, wie es kommen musste: Nach einem Ballverlust im rechten Mittelfeld konterte Ippendorf nach 14 Spielminuten blitzschnell und überraschte die Abwehrreihe. Mohamed war chancenlos- 0:1. Wie reagierten nun die „Grünen“ auf den Rückstand?
Das Gegentor führte nicht dazu, dass die Mannschaft nun noch schlechter spielte- es ging ja auch kaum, sondern sie berappelte sich, ohne dabei wirklich besser zu werden.
19 Minuten waren gespielt, als Michi den Rückstand egalisierte. Das wichtige 1:1 war gefallen. Das Spiel war wieder offen und dem Sportclub boten sich erstmals Führungschancen. Aber Oli und Andi Beratz scheiterten knapp.
Doch auch Ippendorf blieb gefährlich. Es war erneut nach einem Konter, als ein Ippendorfer plötzlich allein vor Mohamed auftauchte: Sein Lupfer verfehlte jedoch das Tor.
Danach war Halbzeit. Sollte der SC Volmershoven-Heidgen die sehr gute Ausgangssituation für das Spitzenspiel etwa noch verspielen? Dass in der Kabine dicke Luft herrschte, ist anzunehmen.
Nabil ersetzte nun Oli und Hendrik kam für Andi Braun.
Doch zunächst änderte sich am Spiel nichts.
Nach zwei Minuten in Halbzeit zwei gab es dann einen Riesenschock: Der Schiedsrichter entschied auf indirekten Freistoß im Strafraum der „Grünen“ nach angeblichem Rückpass auf den Keeper. Ein Ippendorfer hämmerte den Ball ans Lattenkreuz- Glück gehabt!
Nach 55 Minuten ging dann der Gastgeber nach einem Treffer des aufgerückten Timo zum ersten Mal in Führung. Ippendorf war inzwischen dezimiert, da sich ein Spieler verletzt hatte und kein Auswechselspieler zur Verfügung stand.
Nach etwas mehr als einer Stunde erzielte dann Marius nach einem schönen Schuss aus 20 Metern das 3:1- die Vorentscheidung.
Nur drei Minuten später flankte Nabil einen Ball vor das gegnerische Tor, Marius sagte Danke und nickte zum 4:1 ein.
Aber befreit wirkte die Mannschaft immer noch nicht. Man tat sich immer noch schwer, erspielte sich aber doch die eine oder andere Großchance.
Markus ersetzte Andi Beratz nach 68 Minuten, Andi Braun ersetzte Jan nach 80 Minuten.
In der letzten Minute gelang Ippendorf noch das 4:2, nachdem sich ein gegnerischer Stürmer gegen die halbe Volmershovener Mannschaft durchgesetzt hatte. Danach pfiff der souveräne Schiedsrichter die Partie ab.
Der SC Volmershoven-Heidgen gewinnt gegen dezimierte Sportfreunde aus Ippendorf mit 4:2 und geht somit mit drei Punkten Vorsprung auf den Verfolger aus Oedekoven in das Spitzenspiel am Samstag!
Das Trainergespann drückte das Resümee nach dem Spiel sehr passend aus: „Die drei Punkte sind gewonnen, das Wie ist heute egal! Aber für Samstag muss eine andere Leistung her! “ Die Erleichterung war auch der Mannschaft anzusehen, auch wenn keiner mit dem Spiel zufrieden war. Auch die Gäste waren unzufrieden, weil sie ohne Punkte die Heimreise antreten mussten.
Fazit: Mund abwischen, gewonnen ist gewonnen!!!


Timo Schüller