Pokal-Aus: Erste Niederlage seit über 11 (!) Monaten

Am Mittwoch, den 11.05.2011, stand das Kreispokal-Viertelfinale auf dem Programm. Als letzte Mannschaft vertrat die A-Jugend die Farben ihres Vereins in diesem Wettbewerb. Bei der Auslosung hatte man ein Auswärtsspiel bei der Sondergruppenmannschaft FC Rheinbach erwischt.
Nachdem man in den Runden zuvor gegen den Gruppengegner SW Merzbach (5:0) und die Sondergruppenmannschaft 1.SF Brüser Berg (1:0) triumphiert hatte, nahm sich die Mannschaft vor, das Halbfinale zu erreichen, was ein riesiger Erfolg sein würde.
Johannes Passmann fehlte berufsbedingt bei diesem Spiel. Stephan Manthei hatte also das Zepter alleine in den Händen und musste dabei auf Tobi Lange (Arbeit) und Arthur Schneider verzichten. Er ließ folgende Mannschaft beginnen:


Andi Beratz Nabil Rabih


Jonas Müskens Marius Kuhn Michi Braun Andi Braun


Ercan Alibajro Timo Schüller Chris Hansen Sebastian Fassbender


Mohamed Rabih


Die Reservisten waren Mario Bongartz, Oli Schäfers, Markus Schlösser und Jan Seemann.
Schiedsrichter Helge Düllmann pfiff die Partie pünktlich um 19 Uhr an. Zu Beginn des Spiels war kein Klassenunterschied zu erkennen. Beide Teams begannen nervös und es gelang kaum etwas Sehenswertes.
Dennoch ergaben sich in der ersten halben Stunde für beide Mannschaften zwei Großchancen, die jedoch jeweils nicht genutzt werden konnten. Es war ein Spiel auf Augenhöhe, bei dem Kleinigkeiten über Sieg und Niederlage entscheiden sollten.
Nach einer halben Stunde konnte Mohamed nach einer Ecke den Rückstand noch verhindern, doch beim abgefälschten Nachschuss war auch er machtlos. Die Führung für die Gastgeber war glücklich.
Nach dem Treffer war Rheinbach das bessere Team. Die „Grünen“ schienen geschockt. Dazu kam noch eine schwerere Verletzung bei Ercan, der nicht mehr weiterspielen konnte, nachdem er rüde gefoult wurde. Mit der folgenden gelben Karte konnte der Favorit sehr gut leben.
Der Trainer musste umstellen: Für Ercan kam Jan in die Partie. Jonas rückte in die Viererkette, Jan nahm seine Position im linken Mittelfeld ein.
Danach war Pause: Die „Grünen“ lagen bei einer klassenhöheren Mannschaft unglücklich und unnötig mit 0:1 zurück.
Nach der Pause entwickelte sich wieder ein ausgeglichenes Spiel. Nach knapp einer Stunde scheiterte Marius dann am Pfosten des Rheinbacher Gehäuses. Sollte das der Weckruf zur großen Offensive werden? Im Gegenteil: Denn im direkten Gegenzug kassierte man das 0:2.
Ein Aufbäumen war zum ersten Mal in dieser Saison nicht zu erkennen.
Oli ersetzte nun den von Krämpfen geplagten Fassi. Auch Andi Beratz musste nach einem weiteren rüden Foul das Feld verletzungsbedingt verlassen. Markus ersetzt ihn.
Die „Grünen“ kassierten noch das 0:3.
Mario ersetzte nun den ebenfalls verletzten Michi.
Es passierte nichts mehr und somit unterlag die A-Jugend des SC Volmershoven-Heidgen im Pokal-Viertelfinale beim FC Rheinbach völlig unnötig mit 0:3.
Was waren die Gründe für den Rückfall in alte Zeiten? Sicherlich spielten die vielen Verletzungen eine Rolle. So erlitt Ercan eine Arm- und Rückenprellung, Jonas einen Tritt in die Achillessehne, Andi Beratz eine Fußprellung, Michi einen Ellenbogenstoß und dadurch eine Armprellung, Fassi Wadenkrämpfe, Jan eine Zerrung im Oberschenkel, Timo eine Oberschenkelprellung und Chris war sowieso noch angeschlagen. Aber die Verletzungen als Ausrede zu nehmen, wäre falsch. Die Gäste machten ein schwaches Spiel, ohne ihre eigentlichen Grundtugenden Kampf und Leidenschaft an den Tag zu legen. Der Wille war nach dem Rückstand nicht so stark vorhanden, wie man es von dieser Mannschaft normalerweise kennt.
Die Niederlage war die erste Pflichtspielniederlage seit über 11 Monaten. Die letzte datiert vom 05.06.2010! Nun geht es darum, ab Samstag wieder die normale Leistung abzurufen, um in der Meisterschaft -wohlgemerkt das Hauptaugenmerk- die Tabellenführung zu verteidigen. Dass irgendwann die erste Saisonniederlage kommen musste, war der Mannschaft bewusst. Auch die Niederlage bei einer Sondergruppenmannschaft wie Rheinbach ist keine Schande. Aber man weiß, dass man solche Mannschaften auch schlagen kann, wie zum Beispiel Brüser Berg im Achtelfinale.
Fazit: Nach vorne gucken und nächstes Mal besser machen!


Timo Schüller