Gut gespielt und doch verloren

Der BSV Roleber besiegt die Volmershovener D II mit 3:2 (2:1).

Freitagabend, Flutlichtspiel, eine frühe Führung, es hätte alles so schön werden können. Am Ende blieb allerdings nur die Erkenntnis, dass die D II durchaus mithalten kann, auch wenn es zum Sieg noch nicht gereicht hat.


Schon nach zwei Minuten brachte Sinan, toll von Lennard und Luca in Szene gesetzt, die Gäste aus Volmershoven in Führung. Allein vor dem Torhüter Rolebers ließ er diesem mit einem platzierten Schuss ins rechte Eck keine Chance.
Das ungewohnte Gefühl, ein Spiel mit einer Führung zu beginnen, gab der ersatzgeschwächten Mannschaft des Tabellenletzten eine Menge Selbstvertrauen, und so dominierten sie zunächst das Spielgeschehen. Doch schon kurz nach dem Führungstreffer geriet der hauchdünne Vorsprung erstmalig ernsthaft in Gefahr. Zum Unverständnis der Spieler, Zuschauer und Trainer beider Mannschaften gab es plötzlich Strafstoß für Roleber. Vorausgegangen war ein Zweikampf an der Volmershovener Torauslinie, bei dem Timo den Ball aus kürzester Entfernung an den Arm bekommen hat. Sollte die Volmershovener Führung nach nur zwei Minuten wieder zunichte gemacht werden? Nein, denn der Schütze zeigte gegen den am heutigen Abend überragenden Jamey Nerven und drosch den Ball über die Querlatte. Volmershoven im Glück, Führung behalten und auch das Spiel vollkommen im Griff.
Der Gastgeber benötigte etliche Minuten, um den Schock des verschossenen Elfmeters zu verdauen. In dieser Zeit boten sich den Gästen Gelegenheiten, den Vorsprung auszubauen. Dass diese ungenutzt gelassen wurden, sollte sich schon bald rächen. In der 20. Spielminute wurde der Stürmer des Heimteams mit einem langen Pass auf die Reise Richtung Volmershovener Tor geschickt und versenkte den Ball eiskalt in diesem. Dass dieses Tor vom Schiedsrichter anerkannt wurde, versetzte die Spieler, Trainer sowie Zuschauer in größtes Erstaunen, stand der Stürmer bei der Ballabgabe doch mehr als deutlich im Abseits.
Der irreguläre Ausgleichstreffer sollte den Wendepunkt in der ersten Hälfte darstellen. Plötzlich waren die Gastgeber am Drücker und setzten die Volmershovener Defensive, die bis dahin äußerst stabil gestanden hat, gehörig unter Druck. Lediglich Jamey konnte zunächst einen Rückstand vermeiden, doch nach 25 Minuten war auch er chancenlos, alleingelassen von einer nicht aggressiv genug verteidigenden Defensive.
Die zweite Halbzeit begann wie die erste. Volmershoven spielte nach vorne, angetrieben von Jonas, Chrissi und Sinan. Lediglich gute Gelegenheiten sprangen dabei zunächst nicht heraus. Stattdessen konterte Roleber entschlossen und vollendete einen solchen nach 32 Minuten zum 3:1. Die Grün-Weißen zeigten sich keineswegs geschockt und antworteten prompt. Eingeleitet über Jonas gelangte der Ball zu Sinan, der den in halbrechter Position stehenden Janis bediente. Dieser steckte den Ball gekonnt zu seinem Bruder Lennard in den Strafraum durch, der sich nicht zwei Mal bitten ließ und auf 3:2 verkürzte (36. Minute).
Von nun an entwickelte sich ein höchst dramatisches Fußballspiel. Roleber erkannte die Gefahr des drohenden Ausgleichs und verlagerte das Spiel wieder in die Volmershovener Hälfte. Doch Jamey, der einen wirklich exzellenten Tag erwischt hatte, hielt den Gast im Spiel.
Den Volmershovenern gelang es aber erst in den Schlussminuten, zwingend vor das Tor des Gastgebers zu kommen. Doch weder Lennard noch Jonas konnten den Ball im Tor unterbringen.

Aufstellung: Jamey – Domenic – Bene – Marlon – Timo – Luca – Chrissi – Noel – Sinan – Jonas – Lennard.
Bank: Janis – Flo.
Hendrik Burbach