SV BW Oedekoven - SC Volmershoven-Heidgen   3 : 3  ( 1 : 2 )

In einem mitreißenden und umkämpften Spitzenspiel trennten sich BWO und der SC V-H letztlich leistungsgerecht 3:3-Unentschieden. Nachdem die Grün-Weißen im ersten Durchgang verdient in Führung gegangen waren, kämpften sich die Blau-Weißen im zweiten Spielabschnitt zurück in die Partie und zogen durch ein Phantomtor mit 3:2 in Front. Erst in der Nachspielzeit gelang den mit Trauerflor auflaufenden Gästen der erneute Ausgleich.

Trainer Ralf Zimmermann veränderte die Startformation im Vergleich zur Vorowche nur auf einer Position.Kaemmer rückte für Fassbender in die Viererkette. Bei strahlendem Sonnenschein sahen erneut zahlreich mitgereiste Gästefans ihre Mannschaft mit Trauerflor einlaufen. Das Ehrenmitglied und langjährige Geschäftsführer Peter Odenthal war nur wenige Wochen nach seinem 100. Geburtstag verstorben (hier geht's zu seinem letzten Interview, anlässlich seines 100. Geburtstages).

            

Die ersten Spielminuten gehörten den Oedekovenern. Mit frühem Pressing setzten sie den Sportclub unter Druck. Die frühe Führung entsprang allerdings einem Konter. Über die linke Seite überlief ein BWO-Angreifer seine Gegenspieler und passte in den Rückraum, wo sein Mannschaftskollege nur noch einschieben brauchte.

          

Der SC V-H verdaute den Schock schnell und hatte das Spiel nun besser im Griff. Hunsänger im Tor der Gastgeber hielt mehrfach glänzend. Doch nach einer Viertelstunde hatte er gegen den "linken Hammer" von "Schnix" Schneider keine Chance. Kay hatte Schneider zuvor mit einem schönen Pass freigespielt.

Die Grün-Weißen blieben nach dem Ausgleich am Drücker. Nach 30 gespielten Minuten flankte Schneider einen Freistoß scharf und genau in die Mitte, wo "Kopfballungeheuer" Bokhabza den Ball in die Maschen köpfte.

Bis zur Pause verpassten es die Gäste nachzulegen. Während Oedekoven im ersten Spielabschnitt nur noch zwei weitere Möglichkeiten hatte, vergab der Sportclub deutlich mehr gute Einschussgelegenheiten.

Nach dem Seitenwechsel machten die Gastgeber mächtig Druck und drängten auf den Ausgleich. Immer wieder suchten sie ihr Glück in langen und hohen Bällen auf die großgewachsenen Spieler. Den Grün-Weißen gelang es in dieser Phase zu selten, sich zu befreien. Das sonst so sichere Passspiel geriet gehörig ins Stocken. Entlastungsangriffe endeten viel zu schnell.

          

Somit war das 2:2 nur eine Frage der Zeit: Nach einem langen Einwurf in den Strafraum verlängerte Musagara den Ball in die Mitte, wo ein weiterer Oedekovener den 2:2-Ausgleich erzielte.

Der direkte Gegenzug brachte "nur" eine Ecke, die aber in nichts Zählbarem mündete. Nun stand das Spiel auf des Messers Schneide. Beide Mannschaften wollten gewinnen. Die Volmershoven-Heidgener riefen weiterhin nicht ihr spielerisches Potenzial ab und spielten damit den Gastgeber in die Karten.

70 Minuten waren gespielt, als die Oedekovener mit 3:2 in Führung gingen. Nach einem Freistoß schoss Heister den Ball an die Unterkante der Latte, von wo das Spielgerät auf die Linie prallte. Dann nahm in Torwart Krüper auf. Der Schiedsrichter entschied zum Entsetzen der Gäste auf Tor und schmälerte dadurch seine ansonsten ordentliche Leistung.

Zimmermann brachte nun mit Malte Kuhn und Fassbender frische Offensivkräfte für zwei Defensivakteure und setzte alles auf eine Karte. Der Plan ging in der Nachspielzeit auf. Kay bewies Auge und spielte Joker Fassbender an, der ins kurze Eck zum alles in allem gerechten 3:3 vollendete.

Die 1. Mannschaft bleibt somit seit dem 2. Spieltag ungeschlagen, auch wenn Oedekoven zeigte, warum sie in der Rückrunde ebenfalls noch kein Spiel verloren haben. Der SC V-H verteidigte neun Punkte Vorsprung auf den Tabellenvierten. Der Tabellendritte 1. FC Godesberg konnte den Rückstand auf vier Zähler verringern. In der nächsten Woche empfangen die Grün-Weißen den SV Hertha Buschhoven. Anstoß ist um 15 Uhr.

Es spielten: Krüper - Herber (Malte Kuhn), Schüller (C), Pötzsch, Kaemmer - Schneider, Born (Fassbender), Kay, Marius Kuhn, Bokhabza - Heindrichs

(Bericht: Timo Schüller, Fotos: Dieter Kaemmer)