SC Volmershoven-Heidgen - TB Witterschlick 3:0 (1:0)

Nach der zweiten Saisonniederlage in der Vorwoche zeigte der SC Volmershoven-Heidgen im Lokalderby gegen den TB Witterschlick eine starke Leistung und siegte verdient mit 3:0. Im ersten Spielabschnitt versäumte der Sportclub, frühzeitig für klare Verhältnisse zu sorgen. Das konnte der TBW zu Beginn des zweiten Spielabschnitts fast ausnutzen. Doch der SC V-H fand zurück in die Partie und machte durch einen Doppelpack alles klar. Wermutstropfen in einer umkämpften, aber stets fairen Partie waren einige unglückliche Verletzungen auf beiden Seiten.

Bei Traumwetter fanden sich 350 Zuschauer auf der Kunstrasenanlage in Volmershoven-Heidgen ein - Saisonrekord! Die Grün-Weißen waren von der ersten Minute an das bessere Team. Doch schon wie in Godesberg ließen sie in der Anfangsphase eine ganze Reihe guter Möglichkeiten liegen.

Nach einer guten Viertelstunde stockte allen der Atem. "Schnix" Schneider, der stark begonnen hatte, zog sich bei einem unglücklichen Zusammenprall mit Gästekeeper Stanik eine Gehirnerschütterung und eine Platzwunde zu. Für ihn ging es ins Krankenhaus. Doch zuvor schwor er seinen Ersatzmann "Lionel" Herber nochmal ein!

Der Sportclub ließ sich durch den Schock nicht beirren, ging aber weiter zu fahrlässig mit seinen Chancen um. Dies hätte sich beinahe gerächt, doch einen Fernschuss der Gäste lenkte Krüper mit toller Parade gerade noch zur Ecke.

Auf der anderen Seite fasste sich "Ritter" Kuhn nach 30 gespielten Minuten ein Herz und hämmerte den Ball in Richtung Tor. Der Ball flatterte, Stanik konnte ihn nur unwesentlich ablenken - die hochverdiente Führung.

Nun drückten der SC V-H. Die Witterschlicker waren verunsichert und leisteten sich einige leichte Fehler. Aber mit dem nötigen Quäntchen Glück retteten sie sich mit dem 1:0 in die Kabinen.

Die Halbzeitpause hatte den Gastgebern nicht gut getan. Nun war plötzlich der TBW am Drücker, der den schnellen Link verletzungsbedingt durch Steinhöfer ersetzen musste. Die Grün-Weißen taten sich jetzt sehr schwer, hielten dem Druck aber Stand, auch weil Krüper einen weiteren Distanzschuss glänzend parierte.

In dieser Phase folgte eine weitere schwere Verletzung. Der gerade erst eingewechselte Witterschlicker Brück, der eine kleine grün-weiße Vergangenheit hat, knickte im Zweikampf unglücklich mit dem Knie weg - Verdacht auf Kreuzbandriss.

Der Tabellenzweite war nun wieder besser in der Partie und spielte die Konter besser zu Ende. Stanik klärte mehrfach in höchster Not. Nach 70 gespielten Minuten war er aber machtlos: Heindrichs tauchte nach Pass von Kay alleine vor ihm auf, legte quer zu dem gerade eingewechselten Fassbender. Dieser spielte den Ball per "Pfosten-Pass" auf Bokhabza, der den Abstauber zum 2:0 verwertete.

Nur eine Minute später schickte Ritter Kuhn Bokhabza auf die Reise, der die Nerven behielt und überlegt zur endgültigen Entscheidung einschob.

In der Schlussphase hätte der Sportclub noch ein weiteres Tor erzielen können, aber das war an diesem Nachmittag nicht notwendig. Kurz vor Schluss musste auch Ritter Kuhn das Spielfeld angeschlagen verlassen.

Nach 90 Minuten pfiff der starke Schiedsrichter Cremer die Begegnung ab. Bemerkenswert ist, dass er in einem Lokalderby ohne Gelbe Karte auskam.

Somit siegten die Mannen von Ralf Zimmermann auch in der Höhe verdient mit 3:0 gegen einen aufopferungsvoll kämpfenden TBW. Dadurch bleiben sie auf Tabellenplatz zwei. Nächste Woche geht's zum TuS Odendorf. Anstoß ist um 15 Uhr.

An dieser Stelle wünscht der SC V-H allen verletzten Spielern gute Besserung und eine schnelle Genesung und bedankt sich für das faire Spiel!

Auch ein herzliches Dankeschön an Jörg Mutke für die tollen Fotos (hier).

Es spielten: Krüper - Fischer, Schüller (C), Pötzsch, Kaemmer - Malte Kuhn (Fassbender), Marius Kuhn (Müskens), Kay, Bokhbaza - Schneider (Herber), Heindrichs

(Bericht: Timo Schüller, Fotos: Jörg Mutke)